01 Die Kundin möchte einen Termin zum Reifenwechsel
„Finde für Mittwoch einen Termin zum Reifenwechsel.“ Mit diesem Auftrag schickt eine Kundin ihren Agenten los. Die Szene ist erfunden. Sie macht aber eine reale Gestaltungsfrage greifbar: Kann der Agent auf Ihrer Website nur eine Werkstatt empfehlen, oder kommt die Kundin tatsächlich zu einem gebuchten Termin?
Der Agent muss erkennen, ob die Werkstatt den gewünschten Service anbietet, wann sie Zeit hat und was der Termin kostet. Er soll der Kundin hier zuerst einen Vorschlag machen. Buchen darf er erst nach ihrer Zustimmung. Mit Agent Experience betrachten wir diesen gesamten Weg aus Sicht des beauftragten Agenten. Das ist unsere Arbeitsdefinition, kein Branchenstandard oder allgemeingültiger Score.[S1]
02 Der Agent schlägt Mittwoch um 14 Uhr vor und fragt nach
Im Beispiel findet der Agent einen freien Termin am Mittwoch um 14 Uhr. Er nennt Leistung, Preis und Bedingungen und fragt: „Passt das für Sie?“ Erst nach dem Ja der Kundin sendet er die Buchung. Fehlt eine Angabe oder ist der Termin inzwischen vergeben, muss er nachfragen oder einen neuen Vorschlag machen. Diese Freigabe ist für unser Beispiel gewählt.[S1]
Auch die Website hat dabei eine Aufgabe. Ein Feld mit der Beschriftung „Termin wählen“ und eine verständliche Rückmeldung helfen dem Agenten, den richtigen Schritt auszuführen. Google beschreibt, wie Website-Agenten HTML, Bildschirmbilder und die vom Browser bereitgestellte Übersicht der Bedienelemente nutzen. Gute Beschriftungen und passende Bedienelemente bleiben deshalb eine Grundlage.[S3]
03 Erst die Werkstatt bestätigt, dass der Termin gebucht ist
Nach dem Absenden braucht die Kundin eine Bestätigung aus dem Buchungssystem: Reifenwechsel, Mittwoch, 14 Uhr. Sie muss zu ihrem Auftrag passen. Ein ausgefülltes Formular oder die Nachricht „Erledigt“ vom Agenten reicht als Nachweis nicht. Bleibt die Bestätigung aus, darf der Agent keine erfolgreiche Buchung behaupten.
So würden wir den ersten Test aufbauen. Die Tabelle zeigt unsere vorgeschlagenen Prüfpunkte, keine bereits gemessenen Ergebnisse.[S1]
| Was passiert? | Was sollte der Test zeigen? |
|---|---|
| Der Agent sucht einen Reifenwechsel. | Er findet die richtige Leistung und liest deren Preis und Bedingungen richtig. |
| Er schlägt Mittwoch um 14 Uhr vor. | Der Termin ist verfügbar; vor dem Buchen fragt er die Kundin. |
| Die Kundin stimmt zu. | Im Buchungssystem kommt die freigegebene Leistung mit dem richtigen Termin an. |
| Der Termin ist vergeben oder die Bestätigung fehlt. | Der Agent meldet das Problem und fragt nach, statt Erfolg zu behaupten. |
Prüfen Sie deshalb auch einen vergebenen Termin, eine fehlende Zustimmung und eine ausbleibende Bestätigung. Chromes Anleitung zu WebMCP-Tests betrachtet ebenfalls einzelne Funktionsaufrufe und den gesamten Weg bis zum Ergebnis.[S5]
04 Eine Empfehlung allein zeigt noch nicht, ob die Buchung gelingt
Damit der Auftrag bei Ihrer Werkstatt landet, muss der Agent sie zunächst finden. SEO bleibt dafür relevant. Laut Google gelten die üblichen SEO-Grundlagen auch für seine generativen Suchfunktionen. llms.txt verwendet Google nicht, um Sichtbarkeit oder Rankings in der Suche zu verbessern; andere Systeme können solche Dateien nutzen.[S2]
Prüfen Sie also beides: Wird Ihre Werkstatt für die passende Anfrage gefunden? Und gelingt auf Ihrer Website die gewünschte Buchung? Eine Erwähnung in einer Antwort beantwortet nur die erste Frage. Ein gut bedienbares Formular beantwortet nicht, wie die Kundin zu Ihnen kommt.
Für unsere Arbeit an Agent Experience (Englisch) bringen Sie am besten eine solche Kundenaufgabe mit. Dann können wir gemeinsam verfolgen, wo der Agent weiterkommt und wo er Hilfe braucht. Wenn es um Agenten im eigenen Team geht, behandelt Hybrid Organisation (Englisch) die ergänzende Frage: Wer betreut sie und verantwortet ihre Arbeit?